Selbstverständnis
Die gesellschaftlichen und kulturellen Werte einer Epoche finden ihren Niederschlag auch im Bestattungs- und Friedhofswesen. Oftmals geben einzig Relikte aus dem Bereich des Sepulkralen Aufschluss über eine Kultur. Die AFD möchte die traditionelle Friedhofskultur pflegen, aber auch das Interesse der Allgemeinheit an einer kulturbewußten Gestaltung von Friedhof, Grab und Grabmal wachhalten. Nicht zuletzt nimmt die AFD die sich heute verändernden Bedürfnisse wahr, die geprägt sind von der Suche nach neuen Beisetzungs- und Friedhofsformen sowie alternativen Erinnerungsformen. Ihr Hauptaugenmerk ist hierbei auf die Wünsche und Vorstellungen des Einzelnen gerichtet. Dazu werden neue Möglichkeiten der Trauerkultur und Grabgestaltung gesucht, gesammelt und bekannt gemacht.
Die Arbeit der AFD ruht auf drei Säulen:
- Das Museum für Sepulkralkultur widmet sich den Themen Sterben, Tod und Gedenken. Sein Ziel ist es, Kontinuität und Wandel im Umgang mit den letzten Dingen zu veranschaulichen. Dazu unterhält es museale Sammlungen und erarbeitet Ausstellungen zu ausgewählten Themen der Sepulkralkultur, um aus unterschiedlichster Perspektive zu einer Auseinandersetzung mit der Vergänglichkeit anzuregen.
- Die Beratungsabteilung hilft bei der Gestaltung von Friedhöfen, Grabstätten und Grabmalen sowie in juristischen Fragen. Sie veranstaltet Seminare und bietet Vorträge an.
- Das Zentralinstitut für Sepulkralkultur erarbeitet die wissenschaftlichen, kulturgeschichtlichen und soziologischen Grundlagen. Es beobachtet und begleitet Entwicklungen auf dem Gebiet des Friedhofs-, Denkmals- und Bestattungswesens. Es gibt die wissenschaftlichen Buchreihen „Kasseler Studien zur Sepulkralkultur“, „Kasseler Manuskripte zur Sepulkralkultur“ sowie Kataloge zu kulturhistorischen Ausstellungen des Museums heraus.
In der Praxis vermischen sich die einzelnen, sich gegenseitig ergänzenden Aufgabengebiete.
Hier können Sie die aktuelle Satzung der AFD einsehen.

