26. April 1997 – 24. August 1997
Die Kölner Künstlerin Barabara Schimmel beschäftigt sich seit mehr als zehn Jahren mit dem Thema des Sterbens, des Todes und des Totengedenkens. Im Mittelpunkt dieser Ausstellung steht die Skulpturengruppe „Trauerhäutungen“. Mit dem Assoziationsfeld der „Häutungen“ untersucht sie die Zeichen, die der Tod in das Leben einschreibt und gestaltet künstlerisch den Ablauf von Befindlichkeiten während der erinnernden Trauer in Stationen. Die sieben lebensgroßen Hohlplastiken, textile Figurationen, aus mit gefärbter Baumwolle gefassten Pappmache sind als Resultat der Trauererfahrungen der Künstlerin zu sehen.
Die zweite Komponente des Gesamtensembles verweist auf das Bahrtuch, ein erst seit dem Hochmittelalter wichtiger Gegenstand, und beschäftigt sich als eine Art persönlicher „Nachruf“ mit dem Thema Suizid.
In jeweils unterschiedlicher Stoffqualität und Zeichenhaftigkeit solles im Leben hinterlassene Spuren eines Menschen festhalten und in Verbindung mit Texten, die einem jeden Bahrtuch zugeordnet sind, ein persönliches Erinnerungszeichen formulieren.
Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e.V.
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