Suizid – Let's talk about it

 

10. September 2021 – 27. Februar 2022

Ausstellungseröffnung
10. September 2021

Internationales Symposium
28. Januar 2022

Ein Begleitprogramm mit wöchentlichen Events finden Sie unter "Veranstaltungen"!

Suizid – Let's talk about it!

Zum Welttag der Suizidprävention (10. September) eröffnen wir eine umfassende Sonderausstellung zum Thema „Suizid“. Diese Ausstellung wird Informationen, Anregungen, Herausforderungen und Chancen präsentieren, die einen gesellschaftlichen und persönlichen Umgang mit dem Suizid reflektieren. Mit Blick auf die Kunst- und Kulturgeschichte, Geistes- und Sozialwissenschaften und die Medizin, vor allem aber auf das Hier und Heute, ist es unser Ziel, eine öffentliche Kommunikation zum Suizid zu forcieren. Eine Buchpublikation sowie ein umfangreiches Begleitprogramm werden die Ausstellung in Kooperation mit weiteren Institutionen, Verbänden und Vereinen erweitern.

Suizid und Suizidalität sind allgegenwärtig und doch tabuisiert. Sie stellen Symptome psychosozialer Problemlagen dar. Dabei stellen die Allgegenwärtigkeit einerseits und Stigmatisierung sowie Tabuisierung andererseits eine große Widersprüchlichkeit in der öffentlichen Auseinandersetzung mit dem Suizid dar. Dieser Widerspruch macht sich auch in unserem Museum bemerkbar, in dem Hinweise, Dokumente und Gegenstände in eindeutiger Verbindung mit dem Suizid kaum vorhanden oder bekannt sind. Die Ziele der Sonderausstellung sind daher deutlich und drängend: Sie dient der Enttabuisierung und Entstigmatisierung des Suizids und der Erfahrungen und Umstände, die ihn auslösen. Neben der Ausstellung wird es auch ein umfassendes Begleitprogramm und eine Buchpublikation geben. Ein halbes Jahr lang werden das Museum und auch die Partner dieses Gesamtprojektes Ort einer intensiven Auseinandersetzung mit den Gründen für das Unbehagen gegenüber einem selbstgewählten Lebensende sein. Einem Lebensende, das durch eigenes Handeln oder Unterlassen aktiv angestrebt wird und dessen Wahrnehmung zum Teil noch immer historisch gewachsenen Urteilssprüchen folgt und Betroffene mit Fragen und Ängsten konfrontiert.

Vor allem ist es das erklärte Ziel des Projektes, über die Auseinandersetzung mit dem Suizid und das Sprechen über ihn sowie über psychosoziale Problemlagen einen wirksamen Beitrag zur Suizidprävention zu leisten. Mithilfe lokaler, nationaler und internationaler Kooperationen werden innovative künstlerische, kulturelle und wissenschaftliche Beiträge dieses Anliegen stützen. Gemeinplätze und Vorurteile mit ihren positiven oder negativen Konnotationen sollen aufgezeigt und diskutiert werden – historische sowie heutige.

Und es wird auch nach einer Utopie gefragt: Wie könnte eine Gesellschaft beschaffen sein, aus der niemand wegen seiner Leiden den selbst herbeigeführten Tod wählen müsste und möchte?

Seit Planungsbeginn ist der führende Suizidologe und Leiter des Nationalen Suizidpräventionsprogramms (NaSPro), Prof. Dr. Reinhard Lindner, Institut für Sozialwesen, Universität Kassel, als wissenschaftlicher Leiter Teil des Projektteams.

Wissenschaftlicher Beirat

Zur Unterstützung des Projektes wurde ein interdisziplinärer Beirat zusammengestellt.

Liste Anzeigen

Prof. Dr. Daniel Hornuff

Position: Professor für Theorie und Praxis der Gestaltung, Kunsthochschule Kassel

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Dipl. Psych. Georg Fiedler

Position: ehem. Therapie-Zentrum für Suizidgefährdete, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

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PD Dr. med. Ute Lewitzka

Position: Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie und Oberärztin an der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, 1. Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention (DGS)

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Prof. em. Dr. Thomas Macho

Position: Direktor des IFK (Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften I Kunstuniversität Linz in Wien)

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Univ.-Prof. Dr. Matthias Kettner

Position: Prodekan Forschung, Fakultät für Kulturreflexion, Universität Witten/Herdecke

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Prof. i. R. Dr. med. Dr. phil. Rolf-Peter Warsitz

Position: Facharzt für Psychiatrie und Psychoanalytiker, ehem. Professor f. soziale Therapie, Institut für Sozialwesen, Universität Kassel, 1. Vorsitzender des Alexander-Mitscherlich-Instituts Kassel (DPV/IPA)

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Prof. Dr. med. Barbara Schneider

Position: Chefärztin der Abteilung Abhängigkeitserkrankungen an der LVR-Klinik Köln und Leiterin des Nationalen Suizidpräventionsprogramms (NaSPro)

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Dr. Guus Sluiter

Position: Direktor des Museum Tot Zover, Amsterdam

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Prof. Dr. phil. Martin Teising

Position: Facharzt für Psychiatrie und Psychoanalytiker, ehem. Präsident der International Psychoanalytic University, Berlin

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Susanne Völker

Position: Kulturdezernentin der Stadt Kassel

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Francesca Woodman (USA)
"House #3" (1975-1976/2001)
Providence, Rhode Island
© Estate of Francesca Woodman / Charles Woodman / Artists Rights Society (ARS), New York & VG

Beratungseinheit

An drei Tagen in der Woche werden Studierende der Sozialen Arbeit der Universität Kassel im Museum anwesend sein. Sie stehen für offene Gespräche rund um Suizid und Suizidalität zur Verfügung. Bei Bedarf können sie eine vertrauliche Erstberatung bei Problemen, Sorgen, Suizidalität anbieten und auf geeignete weiterführende Angebote verweisen. Die Studierenden werden ihrerseits vom Suizidologen und wissenschaftlichem Projektleiter Prof. Dr. Reinhard Lindner sowie Salome Möhrer-Nolte, Leiterin der TelefonSeelsorge Nordhessen e. V. ausgebildet, begleitet und beraten.

Anwesenheit:

Mittwochs, 17 bis 19 Uhr
Freitags, 15 bis 17 Uhr
Samstag, 14 bis 16 Uhr

 

Medienecho

hessenschau

Angehörige werden doppelt bestraft

10.09.2021

10.000 Opfer durch Selbsttötung jährlich: Eine deutschlandweit einmalige Ausstellung will das bleierne Schweigen rund um das Thema überwinden. Doch wie kann das bei einer solch sensiblen Angelegenheit funktionieren? Interview mit Dr. Dirk Pörschmann.

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DLF Kultur  Studio 9

Welttag der Suizidprävention: Ausstellung in Kassel will das Schweigen beenden

10.09.2021

Dirk Pörschmann spricht vor der Eröffnung über die Ausstellung.

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DLF Kultur  Kompressor

Suizid-Ausstellung in Kassel – Bruch mit einem Tabu

10.09.2021

Gesa Ufer im Gespräch mit Kuratorin Tatjana Ahle zur Ausstellung im Museum für Sepulkralkultur.

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hessenschau

Ausstellung über Suizid

10.09.21

Kassel: 10.000 Opfer durch Selbsttötung jährlich: Eine deutschlandweit einmalige Ausstellung "Suizid - Let's talk about it" im Museum für Sepulkralkultur in Kassel will das bleierne Schweigen rund um das Thema überwinden.

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hessenschau

Ausstellung über Suizid – Kurzclip

10.09.21

Kassel: 10.000 Opfer durch Selbsttötung jährlich: Eine deutschlandweit einmalige Ausstellung "Suizid - Let's talk about it" im Museum für Sepulkralkultur in Kassel will das bleierne Schweigen rund um das Thema überwinden.

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DOMRADIO Der Tag

"Suizid - Let's talk about it!"  – Ein Interview mit Dr. Dirk Pörschmann

10.09.2021

Heute, am 10. September, ist der Welttag der Suizidprävention. Zu diesem Anlass eröffnet heute im Museum für Sepulkralkultur in Kassel eine neue Sonderausstellung zum Thema Suizid:  „SUIZID – LET'S TALK ABOUT IT!“.

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RTL News

Suizid-Ausstellung in Kassel zeigt Wege aus der Lebenskrise

10.09.2021

Selbsttötung ist eines der letzten Tabuthemen in unserer Gesellschaft. Die Ausstellung "Suizid – let's talk about it" in Kassel will das ändern. Einige Künstler*innen verarbeiten in ihren Werken die Suizide naher Angehörige. Prof. Dr. Reinhard Lindner ist Suizidologe und arbeitete mit suizidgefährdeten Menschen. Er erklärt uns im Video das Tabuthema Suizid.

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HR2 Kultur "Am Nachmittag"

Gespräch mit Dirk Pörschmann

10.09.2021

Warum sprechen wir offen über den Krebstod, verfallen aber in Schweigen, wenn sich ein enger Verwandter selbst das Leben nimmt? Am Tag der Suizidprävention eröffnet im Museum für Sepulkralkultur eine Ausstellung mit dem Titel: Suizid – Let's talk about it!

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Podcast der Uni Kassel

Wie stellt man den Suizid aus?

27.08.2021

Sebastian Mense von der Uni Kassel im Gespräch mit Dr. Dirk Pörschmann, Prof. Dr. Reinhard Lindner und Tatjana Ahle.

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Suizid – Let's talk about it! digital

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D-34117 Kassel | Germany
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