Eine virtuelle Umgebung für das Museum

 

Virtuell besuchen und direkt mitgestalten...

...wir entwickeln eine virtuelle Museumsversion

Das Museum für Sepulkralkultur sieht einer Neukonzeption entgegen, in der auch die Dauerausstellung neu gestaltet wird – inhaltlich und visuell. Sie behandelt zur Zeit vor allem die christlich-mitteleuropäische Sepulkralkultur und hat sich seit der Museumseröffnung 1992 stetig gewandelt. Die Neukonzeption wird insbesondere vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung sowie von Migrationsbewegungen multikulturelle, ethische, soziologische, medizinische, sozialpsychologische, theologische und naturwissenschaftliche Aspekte im Umgang mit Sterben und Tod klarer einbeziehen, aber auch bislang fehlende Themen wie Organspende und Suizid.

Für dieses große Vorhaben möchten wir unsere Besucher*innen und auch die, die noch nicht zu unseren Besucher*innen zählen, aktiv einbinden. Alle sind eingeladen, sich an der Neuausrichtung und -gestaltung zu beteiligen und einen Ort zu schaffen, der für möglichst viele Menschen Relevanz hat. Da unter den aktuellen Umständen während der Corona-Zeit Formate der persönliche Austausch, Workshops und Führungen nicht wie gewohnt stattfinden können, entwickeln wir nun eine digital-analoge Plattform, in der das Haus unabhängig von einem Besuch erforscht und mitgestaltet werden kann.

Was planen wir?

Es wird eine neue 3D-Simulation der aktuellen Ausstellung entstehen, die zusätzliche Informationen und Lehrmaterial, nicht nur für Schulen, beinhalten soll. Diese "Parallelwelt" der aktuellen Dauerausstellung kann zusätzlich Digitalisate (digitale Ausstellungsobjekte) integrieren, die im realen Museum im Depot lagern oder die wir (noch) nicht in der Sammlung haben, die aber inhaltlich zukünftig eine wichtige Rolle spielen werden. Auch wird der 3D-Rundgang Anhaltspunkte für Unterricht, Interaktion & Besuch ohne physische Anwesenheit oder als Vor- und Nachbereitung oder Vertiefung eines Museumsbesuchs bieten.

Ein 3D-Nachbau der leeren Ausstellungsfläche wird zudem als Spielwiese dienen, in der alle, die Lust haben, die neue Dauerausstellung selbst aktiv mit gestalten können. Für diese „Parallelwelt“ wird ein digitales Depot angelegt, in dem unsere Sammlungsbestände für die Einbindung im Ausstellungsraum zur Verfügung stehen. Aber Besucher*innen können auch von Zuhause oder hier im Museum eigene Objekte 3D-scannen oder als Bild hochladen, sodass diese in unsere digitale Sammlung integriert werden. Darüber hinaus soll vor allem die Interaktion mit anderen Nutzer*innen und dem Museumsteam ermöglicht werden; Ergebnisse und Ideen könnten gespeichert und zur Diskussion gestellt werden.

... und Spiele

Für eine erweiterte Erlebnis- und Erfahrungsebene entwickelt die Klasse für Computerspiele der Kunsthochschule Kassel unter Leitung von Prof. Auriea Harvey in den Semestern 2020/2021 in Kooperation mit dem Museum mehrere Spiele, die das Herzstück des Projektes sein werden. Das Projekt unter dem Arbeitstitel "Afterlife" wird in die virtuelle Parallelwelt des Museums eingebunden. "Afterlife" verweist mit den Worten Auriea Harveys sowohl auf das Jenseits; den Tod, als auch auf das "Leben des Museums nach der Neukonzeption". Auf diese Weise möchten wir vor allem junge, digitale künstlerische Arbeit aus Kassel fördern und sichtbar in das Angebot des Museums einbinden. Damit öffnen wir auch uns und unsere Ressourcen, sowie die Ergebnisse und Erfahrungen in diesem Projekt.

Der digitale Raum wird, auf Basis des realen Museums, zum Ort des Austauschs und Lernens und intensiveren Erlebens, und vor allem als transparenter, inklusiver Prozess der geplanten Neukonzeption – nicht nur als Reaktion auf die aktuellen Einschränkungen

Das Projekt befindet sich in einem Prozess, der der rasanten technischen, kulturellen und gesellschaftlichen Entwicklung entsprechend flexibel bleibt.

Wir sind gespannt auf das Ergebnis und freuen uns auf den Weg zu neuen virtuellen Welten!

 

Das Projekt wird entwickelt im Rahmen von "dive in. Programm für digitale Interaktionen" der Kulturstiftung des Bundes, gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) im Programm NEUSTART KULTUR.

Das Projekt wird zudem gefördert von der cdw Stiftung 

und dem

Freundeskreis des Museums für Sepulkralkultur

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Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e.V.

Zentralinstitut für Sepulkralkultur

Museum für Sepulkralkultur

Weinbergstraße 25–27
D-34117 Kassel | Germany
Tel. +49 (0)561 918 93-0
info@sepulkralmuseum.de

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