KIWit Trainee-Programm
© Stiftung Genshagen

 

Das KIWit-Traineeprogramm der Stiftung Genshagen

Als Teil des Kompetenzverbundes KIWit (Kulturelle Integration und Wissenstransfer) will die Stiftung Genshagen mit ihren Aktivitäten zur diversitätssensiblen Nachwuchsförderung konkret dazu beitragen, die Personalstruktur der Kulturbetriebe diverser zu gestalten. Das Museum für Sepulkralkultur ist eine von zehn ausgewählten Institutionen, die am KIWit-Traineeprogramm teilnehmen. Am 1. September 2019 wurde die Stelle mit Tatjana Ahle (Religions- und Kulturwissenschaft; Kunst) besetzt. Die Traineestelle ist insbesondere der Untertsützung beim Ausbau eines interkulturellen und interreligiösen Dialogs zugeordnet. Eine Leitfrage bei der Neukonzeption unserer Dauerausstellung lautet:

Wie können wir die neue Dauerausstellung so entwickeln, dass die darin vorkommenden, diversen Perspektiven und Kulturen in die Entwicklung der Präsentation einbezogen werden?

Die Sammlung des Museums basiert auf Objekten aus der christlich-abendländischen Kultur. Der Schwerpunkt der bisherigen Dauerausstellung liegt daher vor allem in diesem Feld der Sepulkralkultur. Objekte aus dem 1. Jh. n.u.Z bis heute zeigen, wie in Deutschland bestattet, getrauert und der Verstorbenen gedacht wurde. Mit neuen Entwicklungen in der Bestattungskultur kamen Themen wie die Feuerbestattung oder der zeitgenössische künstlerische Umgang mit der eigenen Endlichkeit hinzu – zumeist mit dem Fokus auf in Deutschland lebende Christ*innen. Seit dem Jahr 2014 werden darüber hinaus auch Bestattungsformen aus anderen Religionen und Kulturen (Islam, Judentum, Buddhismus, Hinduismus u.a.) präsentiert. Die Ausstellung wurde aus einer christlich-abendländischen Perspektive erarbeitet, die auf das „Andere“ in vermeintlich fremden Kulturen schaut. Zukünftig soll die konzeptionelle Zusammenarbeit mit Menschen eben jener Gruppen etabliert werden, damit diese ihre Erfahrungen im Bereich der Sepulkralkultur einbringen können. Gemeinsam sollen konkrete Wege erarbeitet werden, Formen ihrer Bestattungs- und Trauerkultur im Museum zu realisieren und so an einer diversitätssensiblen Ausrichtung des Museums mitzuwirken. Das Ziel ist dabei vor allem, den interkulturellen und -religiösen Austausch zu verstetigen und das Museum dauerhaft als Ort zu etablieren, der vor dem Hintergrund der Migration multikulturelle Aspekte im Umgang mit Sterben und Tod visualisiert.

Am 31. Juni 2020 ging das Programm zu Ende, das seinen Teilnehmer*innen viele Erfahrungen, neues Wissen sowie persönliche und gemeinsame Visionen für die Zukunft auf den Weg gegeben hat.

Das KIWit-Traineeprogramm der Stiftung Genshagen wird gefördert von

Trainee

Tatjana Ahle M.F.A. | B.A.

Position: Volontärin

Telefon: 0561 / 91893 12

Details einblenden

Im Rahmen des Programms besuchten die Teilnehmer*innen gegenseitig ihre jeweiligen Institutionen. Vor Ort fand ein direkter Einblick in Arbeitsfelder, Projekte und Visionen statt.

In einer Zwischenauswertung des KIWit-Traineeprogramms vom 29.01.2020 - 30.01.2020 ging es darum, die bisherigen Monate zu reflektieren und über erlebte Herausforderungen im Berufsalltag der Trainees zu sprechen. Darüber hinaus wurden Chancen ausgelotet sowie mögliche Handlungsspielräume für die verbleibenden Monate (Programmende Juni 2020) erarbeitet.

Publikation

Diversitätsorientierte Nachwuchsförderung und Personalgewinnung im Kunst- und Kulturbereich

Erfahrungen der Stiftung Genshagen und ein Leitfaden für Kulturinstitutionen

Die Stiftung Genshagen veröffentlicht im Rahmen von Kompetenzverbund Kulturelle Integration und Wissenstransfer (KIWit) eine Broschüre zu diversitätsorientierter Nachwuchsförderung und Personalgewinnung im Kunst- und Kulturbereich. Ziel der Publikation ist es, Projekterfahrungen der Nachwuchsförderungsprogramme der Stiftung Genshagen, der KIWit-School und des KIWit-Traineeprogramms, zu teilen und Kulturinstitutionen Anstöße für die Implementierung einer diversitätsorientierten Nachwuchsförderung und Personalentwicklung in ihren Häusern zu geben.

Wie können diversitätsfördernde Prozesse in Kultureinrichtungen und vor allem in deren Personalbereichen initiiert werden? Die Diversity Coaches Sophie Ali Bakhsh Naini und Lena Prabha Nising geben in ihrem Beitrag erste Anhaltspunkte dazu. Ihr Leitfaden zeigt auf, welche Schritte Kultureinrichtungen gehen können, damit ihr Personal in Zukunft der Vielfalt der deutschen Gesellschaft entspricht.

Darüber hinaus enthält die Broschüre auch einen Text von Anna Zosik, der Projektleiterin des Programms 360° – Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft der Kulturstiftung des Bundes. Sie beleuchtet die Thematik mit Bezugnahme auf Verhandlungen von Geschlechtergerechtigkeit und die Frage, warum so viele Vorstandsvorsitzende Thomas heißen.

Das PDF kann hier heruntergeladen werden.

keyboard_arrow_up

facebook youtube instagram

Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e.V.

Zentralinstitut für Sepulkralkultur

Museum für Sepulkralkultur

Weinbergstraße 25–27
D-34117 Kassel | Germany
Tel. +49 (0)561 918 93-0
info@sepulkralmuseum.de

Loading...