16. Juli 2021 | 19:00 Uhr

Let’s talk about death

Janna Maria Nandzik gründete die Non-Profit-Organisation „The School of Death" in Berlin, Klara Charlotte Zeitz ist freie Autorin und schreibt u.a. für das Wochenmagazin Die Zeit. Aktuell unterrichtet sie an der Kunsthochschule Kassel gemeinsam mit dem Illustrator Robert Deutsch die Illustrationsklasse zum Themenfeld „Memento Mori“.
So unterschiedlich die Medien Film, Kunst und Literatur auch sind, mit denen sie die Endlichkeit des Lebens auf aktuelle und nahbare Art und Weise bearbeiten, so geladen ist das Spannungsfeld, das dazwischen entsteht. Was ist möglich, und was muss sich ändern, damit wir Trauerkultur aktiv und divers in unsere Leben integrieren. Was für eine Rolle spielt dabei der Humor? Wie kann sich unsere Sicht auf Sinnhaftigkeit ändern, wenn wir die Dinge vom Ende her denken?

Bei diesem offenen Gesprächsformat im Museum für Sepulkralkultur widmen sich Nandzik und Zeitz zwei Schwerpunkten: zum einen den vielfältigen Ritualen rund um das Thema Abschied, Trauer, Erinnerung, vor allem unter dem Aspekt der Aktualität und der Individualität. Welche neuen Rituale brauchen wir? Wie können wir Gefühle offener und authentischer leben? Hierbei schöpfen beide Frauen aus ihren eigenen Erfahrungen. Zum anderen werden sie über den Zusammenhang zwischen Tod und „Afterlife” diskutieren. Was passiert mit unseren digitalen Daten, wenn wir sterben? Wer verwaltet die Profile der Toten? Können wir uns durch Bots und digitale Wiederbelebung unsterblich machen? Gibt es eine digitale Seele?

Die Gesprächsrunde moderiert Dr. Dirk Pörschmann, Direktor des Museums für Sepulkralkultur.

Eintritt: 6,- Euro / 4,- Euro ermäßigt

Klara Charlotte Zeitz studierte Kunst-, Theater-und Filmgeschichte in Neapel und lebt als freie Autorin und Künstlerin in Leipzig. Sie arbeitet an der Schnittstelle zwischen Text, Kunst und Performance und wird an der Kunsthochschule Kassel gemeinsam mit dem Illustrator Robert Deutsch zum Thema Tod die Illustrationsklasse im Sommer-und Wintersemester 2021 unterrichten. Im Frühling 2021 veröffentlicht sie mit einem Stipendium der Kulturstiftung Sachsen ihre Gedichte im Leipziger Stadtraum. 

Ihre Themenschwerpunkte sind Identität und Unabhängigkeit, Gleichberechtigung und Frauenrechte, Mortalität und Erinnerungskultur, Sexualität und Körperlichkeit. Sie engagiert sich politisch unter anderem im Vorstand von Phia e.V., einem Verein, der sich gegen Gewalt an Frauen einsetzt. 2020 war sie mit ihrem Romanprojekt „Laskarina“ Stipendiatin des Goethe-Instituts Thessaloniki und veröffentlichte in der Vergangenheit Kurzgeschichten und Essays unter anderem mit „PS - Politisch Schreiben“, verschiedenen internationalen Magazinen und ist Gastautorin der „ZEIT ONLINE“ Kolumne „10 nach 8“.

www.klaracharlottezeitz.com

Janna Maria Nandzik arbeitet in Berlin als freie Drehbuchautorin und Regisseurin von TV Serien. Sie hat Filmwissenschaft, Kunstgeschichte und Neuere Deutsche Literatur studiert und liebt es Hoch – mit Populärkultur, sowie Tragödie mit Komödie zu verbinden. Mit Schauspieler und Produzent Christian Ulmen führte sie zwei Filmproduktionsfirmen. Unter diesem Dach schrieb sie für die Mockumentary "Ulmen.TV", kreierte und produzierte ihre erste TV-Serie "Die Snobs – Sie können auch ohne Dich" (ZDFneo) und schrieb und inszenierte die Deutsch-Französische Transmediaserie "About:Kate" (ARTE). Mittlerweile arbeitet sie selbständig. Jüngst für die Comedyserie "Jerks" (Maxdome/ProSieben), das Teen Drama "Druck" (ZDFneo/funk) und das historische Drama "The Empress" (Netflix). 2017 gründete sie in Berlin die Non-Profit-Organisation "The School of Death", die verschiedene analoge und digitale Workshops und Gesprächssalons rund um das Thema Tod und Sterben anbietet. Das Projekt hat sich zur Aufgabe gemacht, die Beschäftigung mit dem Lebensende in den Alltag zu integrieren und in einen zeitgemäßen Kontext zu setzen. 

www.jannanandzik.com | www.theschoolofdeath.com

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Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e.V.

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Museum für Sepulkralkultur

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Tel. +49 (0)561 918 93-0
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