Margot Friedländer – Lebenserinnerungen
© Museum für Sepulkralkultur, Kassel, Bildarchiv
Foto: Michael Vollhaus

 

25. April 2018

„von Hoffnung und Verrat, von Zivilcourage inmitten des Terrors und vom unbedingten Willen zu überleben“

Im Rahmen der Sonderausstellung: Erinnerte Gegenwart. Dokumente und Installationen zu Theresienstadt

Margot Friedländer ist Holocaust-Überlebende und 96 Jahre alt. Ihre Eltern und ihr Bruder wurden in Auschwitz ermordet. Sie erlebte Verfolgung und Krieg im Berliner Untergrund sowie im Konzentrationslager Theresienstadt. Nach diesem Horror emigrierte sie 1946 in die USA. Frau Friedländer lebte in New York, bis sie nach über sechzig Jahren wieder nach Deutschland zurückkehrte.

Gemeinsam mit der Schriftstellerin Malin Schwerdtfeger erzählt sie in ihren Lebenserinnerungen ihre dramatische Geschichte „von Hoffnung und Verrat, von Zivilcourage inmitten des Terrors und vom unbedingten Willen zu überleben“. 2008 erschien ihre Autobiografie im Rowohlt Verlag: „Versuche, Dein Leben zu machen“. Diese Aufforderung waren die letzten Worte, die ihre Mutter an sie richten konnte.

Vor hunderten Schulklassen und auf unzähligen Veranstaltungen hat Margot Friedländer aus ihren Lebenserinnerungen gelesen, mit den Jugendlichen diskutiert und die nicht enden wollenden Fragen der Zuhörer beantwortet. Woche für Woche stellt sie sich unermüdlich ihren eigenen Erinnerungen. Sie hat es sich zu einer Lebensaufgabe gemacht, jungen Menschen ihre Geschichte zu erzählen, damit diese sie weitererzählen können, denn bald wird es keine Zeitzeugen des Holocausts mehr geben.

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