Erinnerte Gegenwart

Foto: Eberhard Haase © Museum für Sepulkralkultur, Kassel, Bildarchiv

Dokumente und Installationen zu Theresienstadt

Eine Ausstellung der Künstlerin Marlies Poss anlässlich des Gedenktages an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2018

Die Münchner Künstlerin Marlies Poss wurde 1944 geboren. Großmutter und Mutter waren zu diesem Zeitpunkt als jüdische Frauen untergetaucht, ihre Großtante Berthie Philipp war von Hamburg aus in das KZ Theresienstadt verschleppt worden. So ist in der Biografie der Künstlerin eine persönliche Spur für ihre künstlerische Intention gelegt: Vergessenes jüdisches Leben erinnern und heutiges Bewusstsein dafür wecken. Marlies Poss kombinierte für die Ausstellung Dokumente ihrer Großtante und anderer Holocaust-Überlebender mit eigenen Installationen. Sie schuf zarte Werke aus zerbrechlichen, vergänglichen Materialien, die den kindlichen Eindruck und den Schrecken vor dieser Familiengeschichte spürbar machten.

 

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