Worldwide Candle Lighting
© pixabay

 

12. Dezember 2021 | 18 Uhr

Das jährliche Ritual wurde bereits 2020 wegen der Corona-Pandemie im kleinen Kreis gefilmt und hier zur Verfügung gestellt.

World Wide Candle Lighting in Zeiten von Corona

Wie 2020 ist die Covid-19-Pandemie mit steigenden Fallzahlen zurückgekehrt. Da trotz „3G-Regel“ weiterhin das Risiko besteht, die Corona-Infektionen in die Familien zu tragen, deren Kinder lebensverkürzend erkrankt sind, haben wir mit unserem Organisationsteam daher schweren Herzens beschlossen, auch in diesem Jahr das Worldwide Candle Lighting als Präsenzveranstaltung abzusagen. Um zu zeigen, dass wir an die betroffenen Familien denken, wird der Filmbeitrag, der letztes Jahr entstanden ist, am 19.12.2021 noch einmal auf unserer Internetseite zu sehen sein.

Gedenktag für verstorbene Kinder

Erinnerungen sind wie Sterne, die tröstend in das Dunkel der Trauer leuchten

Ein Licht geht um die Welt

Jedes Jahr am zweiten Sonntag im Dezember stellen seit vielen Jahren Menschen rund um die ganze Welt um 19.00 Uhr brennende Kerzen in die Fenster. Während die Kerzen in der einen Zeitzone erlöschen, werden sie in der nächsten entzündet, so dass eine Lichterkette 24 Stunden die ganze Welt umringt.

Alle, die persönlich oder beruflich vom Tod eines Kindes berührt sind, sind herzlich eingeladen, an der Gedenkstunde im Museum für Sepulkralkultur teilzunehmen.

Eine Kooperationsveranstaltung von

 

Instrumentalmusik

 

Dr. Jutta Bott (Violine) und Georg Bogner (Flöte) spielen:

Uwe Heger (2002) "Letzte Umarmung"

 
 

Ansprache

 

gesprochen von Beate Burmester und Gerold Eppler

Wir sind zusammen gekommen im Innenhof des Museums.

Mit dem Blick über die Stadt wandert unser Blick nach Norden, Süden, Osten, Westen.

Mit dieser Gedenkstunde treten wir ein in den Raum weltweiter Solidarität.

Wir wissen uns in dieser Stunde verbunden mit allen Menschen, die überall auf der Welt der Kinder gedenken, die viel zu früh gestorben sind.

Für diese Kinder entzünden wir ein Licht.

Wir gedenken der Babys, der kleinen und großen Kinder dieser Stadt, unseres Landes, ja der Welt.

An diesem Abend verbinden wir uns mit allen, die Trauer tragen um ein Kind.

Wir beklagen ihren frühen Tod.

Gleichzeitig setzen wir mitten in der Dunkelheit, mitten im Advent, ein Licht als Zeichen der Hoffnung, das uns alle mehr verbindet als der Tod.

Ein Licht weist uns den Weg, der aus der Dunkelheit herausführt.

Es scheint uns auf unserem Weg voraus. Es erhellt unseren Weg in die Zukunft.

 
 

Gedicht "Erinnerung" aus "Tore des Gebets", jüdisches Gebetsbuch

 

gesprochen von Angelika Solmsen-Heusterberg und Beate Burmester

Beim Aufgang der Sonne und bei ihrem Untergang erinnern wir uns an sie;

Beim Wehen des Windes und in der Kälte des Winters erinnern wir uns an sie;

Beim Öffnen der Knospen und in der Wärme des Sommers erinnern wir uns an sie;

Beim Rauschen der Blätter und in der Schönheit des Herbstes erinnern wir uns an sie;

Zu Beginn des Jahres und wenn es zu Ende geht, erinnern wir uns an sie;

Wenn wir müde sind und Kraft brauchen, erinnern wir uns an sie;

Wenn wir verloren sind und krank in unserem Herzen, erinnern wir uns an sie;

Wenn wir Freude erleben, die wir so gerne teilen würden, erinnern wir uns an sie;

Solange wir leben, werden sie auch leben, denn sie sind ein Teil von uns, wenn wir uns an sie erinnern.

 
 

Instrumentalmusik

 

Dr. Jutta Bott (Violine) und Georg Bogner (Flöte) spielen:

Uwe Heger (2002) "Das Land, in dem Milch und Honig fließen"

 
 

Entzünden der Lichter

 

von Dr. Thomas Voelker, Angelika Solmsen-Heusterberg, Gerold Eppler und Beate Burmester

Das 1. Licht erinnert an die ganz frühen Abschiede von den Kindern, die noch im Mutterleib verstorben sind.

Das 2. Licht erinnert an die Babies und kleinen Kinder, die ganz plötzlich aus dem Leben gerissen wurden oder auch schon in diesem frühen Alter an schweren Krankheiten litten.

Das 3. Licht erinnert an die größeren Kinder, die schon einige Jahre mit uns gelebt haben und die durch Unfall, Krankheit oder Gewalt sterben mussten.

Das 4. und letzte Licht erinnert an die erwachsenen gewordenen Kinder, die durch Krankheit, äußere Gefahren, vielleicht auch durch selbstverletzende Einwirkung ums Leben kamen. 

 
 

Instrumentalmusik

 

Sebastian Kuhn (Violoncello) spielt:

Johann Sebastian Bach (1685-1750) 1. Prélude aus "Suite für Violoncello solo No. 2, d-Moll"

 
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Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e.V.

Zentralinstitut für Sepulkralkultur

Museum für Sepulkralkultur

Weinbergstraße 25–27
D-34117 Kassel | Germany
Tel. +49 (0)561 918 93-0
info@sepulkralmuseum.de

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