Friedhofsverwaltertagung
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7. Oktober 2021 | 9:30 – 16:30 Uhr

 

Friedhofsverwaltertagung 2021

„Raum für Trauer“ – Pilotfriedhöfe und Strukturdatenerhebungen

Am 25. Oktober 2019 fand in Köln der Kongress Heilsame Abschiede statt, in dem erörtert wurde, wie man Friedhöfe als attraktiven „Raum für Trauer“ etablieren könnte. Im Anschluss an den Kongress waren bundesweit Maßnahmen geplant, um die Ergebnisse der Tagung in die Praxis umzusetzen. Die Mehrzahl der Vorhaben konnte nicht realisiert werden. Aber im Bundesland Hessen nahm der von Stefan Friedel, Treuhandstelle für Dauergrabpflege Hessen Thüringen, initiierte Arbeitskreis Hessendialog die Impulse auf. Es entstand die Überlegung, auf sogenannten Pilotfriedhöfen zu prüfen, inwiefern wesentliche Aspekte im Umgang mit Trauernden in die betrieblichen Abläufe der Bestattungsplätze übernommen werden könnten.

Die Verwaltungen von drei Friedhöfen unterschiedlicher Größe erklärten sich zur Durchführung des Projekts bereit.  Auf den Friedhöfen in Frankfurt, Offenbach und Heusenstamm soll versucht werden, bei den am Friedhofsgeschehen Beteiligten ein neues Selbstverständnis für den Umgang mit Trauernden zu entwickeln. Die Tagung wird Kriterien vermitteln, die beim Start eines Projektes zu bedenken sind, das zum Ziel hat, den veränderten Bedürfnissen Trauernder besser zu entsprechen und damit die Akzeptanz der Friedhöfe zu steigern.

Zum Abschluss ist ein Blick auf weitere Projektideen, die sich aus dem Projekt „Raum für Trauer“ entwickelt haben, geplant.

Bereits im Jahr 2016 hat der Hessische Städte- und Gemeindebund in Zusammenarbeit mit den Hessendialog im Netzwerk Friedhof und Dr. Martin Venne eine Strukturdatenerhebung im Zusammenhang mit dem Bestand und der Entwicklung im Bereich des Friedhofswesens in Hessen durchgeführt. Das Ergebnis war eine Bestandsaufnahme und die Ermittlung belastbaren Datenmaterials, die es ermöglichte, entsprechende Entwicklungen aufzuzeigen. Ergebnisse einer Strukturdatenerhebung des Städte- und Gemeindebundes Nordrhein-Westfalen werden dieses Jahr vorgelegt.

Diese Bestandsdatenerhebungen bilden neben dem Projekt „Pilotfriedhöfe“ eine Grundlage, Strategien zur Wertigkeit und Weiterentwicklung der Friedhöfe zu schaffen, um den Friedhof als Teil der kommunalen Daseinsvorsorge bzw. Infrastruktur wieder in das Bewusstsein der Bürger*innen zu bringen.

Umfrage zur Erhebung von Strukturdaten hessischer Friedhöfe
Im Auftrag des Hessendialoges im Netzwerk Friedhof

>> Kompletter Bericht (PDF)

Anmeldung

Kerstin Hering

Position: Verwaltung und Buchhaltung

Telefon: 0561 / 918 93 13

Details einblenden

>> Anmeldeformular (PDF)

>> Infoflyer (PDF)

Kosten:

95,- € inkl. Pausengetränke und Mittagsimbiss

 

Friedhofsverwaltertagung 2019

 

Das war die Friedhofsverwaltertagung 2019

Ökologie als Chance für den Friedhof

8. Oktober 2019
Das Thema Neo-Ökologie gehört derzeit zu den so genannten Megatrends. Vor dem Hintergrund einer allgemein zunehmenden Sensibilisierung in Bezug auf einen verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen der Erde ist es höchste Zeit, zu fragen, was auch auf dem Friedhof in dieser Hinsicht geleistet und verändert werden kann. Angesichts der Bedeutung der Thematik gerät es eigentlich schon zur Nebensache, dass es dem Friedhof im Hinblick auf seine Wahrnehmung in der Öffentlichkeit natürlich gut steht, sich mit umweltbewusstem Handeln auf der Höhe der Zeit zu zeigen.
Uns interessiert, welche Bedeutung Natur auf dem Friedhof für die Trauer haben kann. Weiter möchten wir wissen, welche Erkenntnisse bundes- und landesweit agierende Institutionen für einen praktischen Naturschutz auf Friedhöfen vermitteln können. Welche Projekte im Hinblick auf Artenvielfalt und Materialbewusstsein werden in den Bereichen, die unmittelbar Anschluss an den Friedhof haben, entwickelt – also für Grabbepflanzung, Grabzeichen und Bestattung? Kann ein Umwelt-Management-Siegel für den Friedhof etwas bewegen? Wie lässt sich Naturerleben friedhofsspezifisch didaktisch vermitteln? Am Schluss sind wieder Sie gefragt: Gibt es von Ihrem Friedhof Bemerkenswertes zu umweltbewusstem Handeln zu berichten?

Unsere Referent*innen

Birgit Aurelia Janetzky ist Diplomtheologin, Referentin und Seminarleiterin. Sie führt Schulungen für Friedhofsmitarbeiter*innen durch. Als freie Autorin schreibt sie zu den Themen Trauer und Bestattungskultur.

Dr. Inge Gotzmann ist promovierte Biologin und seit 2007 Geschäftsführerin des Bund Heimat und Umwelt in Deutschland (BHU). Neben der Mitarbeit in zahlreichen Gremien ist sie Vize-Präsidentin des europäischen Verbands CIVILSCAPE sowie Schatzmeisterin von Europa Nostra Deutschland.

Annika Hennemuth hat an der Universität Kassel ihren Master in Umweltplanung und Landschaftsmanagement absolviert. Seit 2018 arbeitet sie für den Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), Landesverband Niedersachsen und setzt sich hier für den Wildbienen- und Streuobstwiesenschutz ein.

Werner Kentrup führt als Bestattermeister seit über 15 Jahren zusammen mit seiner Frau Editha Kentrup-Bentzien ein traditionsreiches Bestattungshaus in Bonn. Mit der Idee des neuen Netzwerks „Grüne Linie“ wird nun Tradition, Ökologie und Enkeltauglichkeit zusammengefasst.

Birgit Ehlers-Ascherfeld, Blumen Ehlers-Ascherfeld (Langenhagen), Joachim Meyer-Rehberg, Nordwestdeutsche Treuhandstelle für Dauergrabpflege GmbH (Bremen), Uwe Stapelmann, Treuhandstelle für Dauergrabpflege Niedersachsen/Sachsen-Anhalt GmbH (Hannover). Den Verantwortlichen der Treuhandstellen war es zu ihren 50-jährigen Firmenjubiläen wichtig, etwas Beständiges zu schaffen. Bereits 2016 begannen die Planungen zu dem Projekt Bienengartenpate. Durch großes Engagement der angeschlossenen Friedhofsgärtnereien konnten 2018 über 100 Bienengärten auf Friedhöfen errichtet werden. Bis Ende 2019 sollen es mehr als 200 Gärten sein.

Dr. Heinecke Werner hat einen Hintergrund in der internationalen Entwicklungshilfe. Im Rahmen eines Entwicklungsprojektes seiner Unterneh mens beratung WiN=WiN, baute er Fair Stone – den internationalen Sozial- und Umweltstandard für Natursteinimporte aus Entwicklungs- und Schwellenländern – auf. Daraus ging wiederum das jüngste Projekt, der Verein „Biodiversität auf Friedhöfen“ hervor, mit dem das Potential der Naturnähe von Friedhöfen bis hin zu Grabmalen aus Naturstein thematisiert wird.

Reinhard Benhöfer leitet die Umweltarbeit in der Ev.-luth. Landeskirche Hannover und ist Vorstand und Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft der Umweltbeauftragten in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Er hat das kirchliche Umweltmanagementsystem „Der Grüne Hahn“ für Friedhöfe weiterentwickelt und auf etwa zehn Friedhöfen Norddeutschlands eingeführt.

Hansjörg Hauser, Dipl.-Ing. agr. (FH), ist Schlosser und Landwirt, Museumspädagoge und Gästeführer. Nach Berufstätigkeiten zum Beispiel in einer Landvolkshochschule und im Projektmanagement arbeitet er freiberuflich in den Bereichen Ethnobotanik, Führungs- und Exkursionsdidaktik, Projektentwicklung, Museumspädagogik und Publishing.

 
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Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e.V.

Zentralinstitut für Sepulkralkultur

Museum für Sepulkralkultur

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Tel. +49 (0)561 918 93-0
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