Mo., 4. Mai 2026, 9.30 bis 10 Uhr
Di., 5. Mai 2026, 9.30 bis 13 Uhr
Mo., 11. Mai 2026, 9.30 bis 14 Uhr
Di., 12. Mai 2026, 9.30 bis 12.45 Uhr
Kosten:
325 €; 275 € für Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft
Anmeldung:
info@sepulkralmuseum.de
Online-Seminar. Die Veranstaltung wird mit der Tagungssoftware Webex durchgeführt. Teilnahmevoraussetzung ist ein internettaugliches Endgerät mit Kamera und Mikrofon. Der Zugangslink wird spätestens jeweils einen Tag vor dem Seminar zugesandt.
Friedhofsamtsleiter*innen, Friedhofsmitarbeiter*innen und Bestatter*innen
Die Seminarteilnehmer*innen lernen anhand von Beiträgen zu muslimischer Trauerkultur die Hintergründe für muslimische Bestattungen kennen, die ihnen von Expert*innen, teils mit muslimischem Hintergrund, vermittelt werden. Sie erhalten praxisnahe Empfehlungen zur Planung muslimischer Grabfelder und profitieren dabei von den Erfahrungen anderer Friedhofsträger.
Noch immer werden viele Menschen muslimischen Glaubens, die in Deutschland sterben, zur Bestattung in Länder überführt, aus denen eine frühere Generation eingewandert ist. Ein Grund dafür ist das deutsche Bestattungsrecht, denn dieses lässt sich schwer mit einem großen Teil muslimischer Bestattungsriten vereinbaren. Dies betrifft beispielsweise den Wunsch nach einer sarglosen Bestattung, den nach einer Beerdigung innerhalb eines Tages, den Wunsch, das Grab selbst auszuheben und nach ewiger Ruhe für das Grab. Doch werden mittlerweile in Deutschland immer mehr islamische Grabfelder auf Friedhöfen angelegt, um auch Menschen muslimischen Glaubens die Möglichkeit zu geben – zumindest weitgehend – nach den Regeln ihrer Religion bestattet zu werden, und ein erster islamischer Friedhof wurde initiiert. Die Friedhofsverwaltungen sind gefordert, ein Nebeneinander unterschiedlicher Kulturen für alle Beteiligten verträglich zu gestalten. In dem Seminar sollen islamische Gräberfelder und zugehörige Einrichtungen auf den Friedhöfen der Teilnehmer*innen vorgestellt und im Hinblick auf religiöse, soziale, ökonomische, kulturell-gestalterische und rechtliche Aspekte diskutiert werden. Da die Aufmerksamkeit vor dem Bildschirm meist schneller nachlässt als im persönlichen Kontakt, ist das Seminar auf vier Vormittage verteilt. In den einzelnen Seminareinheiten bietet sich den Teilnehmer*innen neben der Gelegenheit, islamische Gräberfelder auf eigenen Friedhöfen vorzustellen, auch genügend Raum für Fragen und Diskussionen.
Amir Mahmood Ahmed studierte Islamische Studien an der Goethe Universität Frankfurt am Main, und betreut hauptberuflich Muslim*innen in Bestattungsfragen; er ist Alumnus der AIWG, wo er als Praxisfellow an dem Projekt „Sozialbestattungen von Muslim*innen – Ein Leitfaden für die Praxis“ gearbeitet hat
Gerold Eppler M.A. ist Steinbildhauer und Kunstpädagoge, stellvertretender Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e.V. und stellvertretender Direktor des Museums für Sepulkralkultur
Matthias Sören Holland ist Notar in Oranienburg / Berlin und Verfasser der Veröffentlichung: Muslimische Bestattungsriten und deutsches Friedhofs- und Bestattungsrecht, KWI-Arbeitshefte 23, Universitätsverlag Potsdam. Er hält regelmäßig Referate zu diesem Thema
Dr.-Ing. Dagmar Kuhle ist Landschafts- u. Freiraumplanerin und Mitarbeiterin in der Beratungsabteilung der Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e.V.
Prof. Dr. Thomas Lemmen ist Studiengangsleiter des berufsbegleitenden Masters „Interreligiöse Dialogkompetenz“ der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen. Seine Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind: Islam in Deutschland, insbesondere muslimische Organisationen und Fragen der Religionsausübung, sowie Grundlagen und Praxis des Christlich-islamischen Dialogs. Er war Forschungsfellow an der AIWG zum Thema: „Islamische Bestattungen in Deutschland: Eine Bestandsaufnahme der Anpassung bestattungsrechtlicher Regelungen von Ländern und Kommunen an religiöse Bedürfnisse und Erwartungen von Muslim*innen in Deutschland“. Er ist Autor der 2023 von der AIWG veröffentlichten Expertise „Islamische Grabfelder und Bestattungen auf deutschen Friedhöfen“ mit Begleittexten von Dr. Özgür Uludağ.
Samir Schabel M.A. ist Erziehungswissenschaftler, Islamtheologe, hauptberuflich Softwareingenieur in Hamburg und Alumnus der AIWG. Als Praxisfellow beschäftigte er sich dort mit dem Projekt „Religions- und kultursensible Trauerbegleitung: Aufbau eines Trauercafés für Muslim*innen“.
Vildane Uludağ Abdelatif gründete 1994 das erste Institut für islamische Bestattungen innerhalb Hamburgs. Sie war beratend in die Konzeption des Muslimischen Wasch- und Gebetshauses im Friedhof Finkenriek innerhalb Hamburgs eingebunden.
Dr. Özgür Uludağ gründete 1994 gemeinsam mit seiner Schwester Vildane Uludağ Abdelatif das Islamische Bestattungs- und Überführungsinstitut Uludağ-Cenaze gegründet und jahrelang als Bestatter verstorbene Muslim*innen beigesetzt oder überführt. Parallel dazu studierte er Islamwissenschaft, Philosophie, Politikwissenschaft, Turkologie und Migrationssoziologie in Hamburg. Er ist Alumnus der AIWG. 2023 erschien sein Buch „Islamische Bestattungen in Deutschland“, zu dem es eine gleichnamige multimediale Informationsseite gibt.
Anmeldefrist: 7. April 2026
Mindestteilnehmer*innenzahl: 7 Personen
Maximale Teilnehmerzahl: 10 Personen
Kosten: 325 Euro; Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft: 275 Euro
Anmeldung unter:
Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e. V.
Zentralinstitut und Museum für Sepulkralkultur
Ines Niedermeyer, Sekretariat
Weinbergstraße 25 – 27, 34117 Kassel
E-Mail: info@sepulkralmuseum.de
Tel.: 0561 / 91893-40
Rücktrittsbedingungen: Bei Verhinderung nach der Anmeldung bitten wir um Nachricht bis zum 7. April 2026. Andernfalls müssen wir Ihnen den vollen Kostenbeitrag in Rechnung stellen. Sie haben jederzeit die kostenfreie Möglichkeit, eine*n Ersatzteilnehmer*in zu benennen.
Datenschutz: Ihre Anmeldedaten werden ausschließlich zum Zweck der Anmeldung benötigt und unterliegen dem Datenschutz.

Position: Stellvertretender Leiter, Museumspädagogik
Telefon: 0561 / 918 93 23
Position: Beratung von Friedhofsträgern und -verwaltern, Organisation und Durchführung von Fortbildungsveranstaltungen
Telefon: 0561 / 918 93 24
Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e.V.
Zentralinstitut für Sepulkralkultur
Museum für Sepulkralkultur
Weinbergstraße 25–27
D-34117 Kassel | Germany
Tel. +49 (0)561 918 93-0
info@sepulkralmuseum.de