Palliativstation. Ein Film von Philipp Döring

Auf einer Palliativstation. Ein alter Mann sitzt mit dem Rücken zum Betrachter auf einem Stuhl und schaut aus dem Fenster.
Datum
01.11.2026
Uhrzeit
11:30 Uhr

Wie begegnen Menschen dem eigenen Tod? Und wie kann man schwerstkranken Patienten helfen, der verbleibenden Zeit so viel Lebensqualität wie möglich zu geben? Der Film begleitet den Alltag auf der Palliativstation des Franziskus-Krankenhaus Berlin über mehrere Wochen, um diesen Fragen nachzugehen.

Nicht um jeden Preis dem Leben mehr Zeit, sondern der verbleibenden Zeit mehr Leben zu geben – das ist ein Grundsatz der Palliativmedizin. Die Lebensqualität des Patienten und sein subjektives Wohlbefinden stehen im Vordergrund. An die Stelle der kurativen Therapie tritt die Symptomkontrolle und die Behandlung von psychologischen, sozialen und spirituellen Problemen.

In langen Einstellungen beobachtet der Film die Gespräche und Begegnungen der Ärzte, Pfleger und Therapeuten mit den Patienten und ihren Angehörigen. Die Behandler sehen sich dabei mit komplexen medizinischen, ethischen, psychologischen und juristischen Fragen konfrontiert, auf die es letzten Endes immer nur individuelle Antworten geben kann – denn jeder Mensch muss seinen eigenen Umgang mit dem Sterben finden.

Nach der Filmvorführung im Bali Kino spricht Dr. Dirk Pörschmann, Leiter des Museums für Sepulkralkultur, mit dem Regisseur Philipp Döring über seine Arbeit an PALLIATIVSTATION, den Film und den Tod. 

Regisseur Philipp Döring auf der Berlinale 2025 © Wolfgang Borrs

Philipp Döring wurde 1977 in Freiburg geboren. Nach dem Abitur studiert er zunächst Germanistik, danach Filmregie an der Filmakademie in Ludwigsburg. Sein Abschlussfilm AM ANDEREN ENDE (2009) gewinnt den First Steps Award und den Deutschen Kamerapreis. Er dreht weitere Kurzspielfilme, kurze Videos für NGOs und arbeitet an verschiedenen Theatern für Luk Perceval. Trotz seiner Liebe zu langen Filmen verdient er sein Geld inzwischen hauptsächlich mit Clips für Social Media. PALLIATIVSTATION ist sein erster abendfüllender Dokumentarfilm. Philipp Döring lebt derzeit mit seiner Familie in einem kleinen Dorf in der Toskana.

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