Kurator*innenführung mit Künstlerin: Rana Matloub

Eine winzige Tonfigur liegt auf einem Geschirrtuch.
Datum
30.09.2026
Uhrzeit
17:00
Eintritt durch Voranmeldung

Die Teilnahme ist kostenlos.
Es gilt der Museumseintritt
von 8 bzw. 5 Euro.

Mit Dr. Dirk Pörschmann

In der Rotunde des Museums für Sepulkralkultur zeigt Rana Matloub ältere und neuere Arbeiten, die sich mit den Themen Tod, Krieg und Erinnerung auseinandersetzen.

Das Thema Tod begleitet sie schon lange, insbesondere durch die verschiedenen Kriege. Den Irak-Iran-Krieg in den 1980er Jahren erlebte sie in ihrer Geburtsstadt Bagdad. Mit Beginn des Ersten Golfkriegs im Jahr 1990 kam sie mit ihrer Familie nach Deutschland. Diesen Krieg und den Zweiten Golfkrieg ab 2003 erlebte sie aus der Ferne; die Meldungen beschäftigten sie dennoch sehr – auch wegen ihrer im Irak verbliebenen Familienmitglieder.

Dirk Pörschmann, Leiter des Museums für Sepulkralkultur, und die Künstlerin selbst führen an diesem Mittwoch durch die Kabinettausstellung „Grabe keine Löcher neben Gräber“.

Über die Künstlerin

Rana Matloub, wohnhaft in Kassel, wurde 1975 in Bagdad geboren und übersiedelte 1990 nach Deutschland. Sie studierte Kunstpädagogik an der Universität Dortmund und Freie Kunst an der Kunsthochschule Kassel. 2006 war sie Meisterschülerin bei Prof. Norbert Radermacher.

Seitdem realisierte sie zahlreiche Gruppen- und Einzelausstellungen im In- und Ausland. Von ihrem Ausgangspunkt Zeichnung aus arbeitet sie mit ortsbezogenen Installationen, in die oft Audio oder Video einbezogen werden. Sie widmet sich politisch und gesellschaftlich relevanten Themen wie Krieg, geschlechtliche Identität, Vielfalt der Kulturen und Religiosität.

Neben Ihrer Tätigkeit als selbständige Bildende Künstlerin war sie u.a. 2009-10 wissenschaftliche künstlerische Mitarbeiterin an der Kunsthochschule Kassel und arbeitete 2014-16 als freie Mitarbeiterin in der Kunstvermittlung am Fridericianum. Seit 2017 lehrt sie am Fachgebiet Kunst der Universität Erfurt.

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