Sparda-Bank Hessen und die Evangelische Bank unterstützen die Neukonzeption des Zentralinstituts und Museums für Sepulkralkultur
Das Museum für Sepulkralkultur befindet sich mitten im Prozess der baulichen und inhaltlichen Neukonzeption. Mit der Sparda-Bank Hessen eG und der Evangelischen Bank eG haben sich zwei Unternehmen gefunden, die den Prozess der Neukonzeption, gerechnet auf drei Jahre, mit jeweils 15.000 Euro unterstützen.
„Die Realisierungsphase der Modernisierung unseres Hauses ist mit einem erheblichen zeitlichen und personellen Aufwand verbunden, der auch finanziell gestemmt werden muss. Ich bin dankbar, dass wir in unserer Region Unternehmen gewinnen konnten, die uns dabei unterstützen“, betont Dr. Dirk Pörschmann, Direktor des Zentralinstituts und Museums für Sepulkralkultur und Geschäftsführer des Trägervereins des Museums, der Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e.V. „Die Spendenbereitschaft ermöglicht uns insbesondere die Finanzierung der Stelle einer Projektleitung, die unverzichtbar ist für das Vorantreiben der Modernisierung unseres Hauses“, so Pörschmann weiter.
Die Projektleitung, die die wissenschaftliche Mitarbeiterin Tatjana Ahle-Rosental innehat, trifft in Zusammenarbeit mit der Direktion wichtige Entscheidungen der Neukonzeption. Bei ihr laufen die Fäden von baulicher Erweiterung durch das Architektenbüro Schulze Berger Architekten Stadtplaner PartGmbB (Kassel) und szenografischer Gestaltung durch das interdisziplinär arbeitende Gestaltungsbüro gewerkdesign GmbH + Co. KG (Berlin) zusammen. Darüber hinaus steht sie in ständigem Kontakt mit der Projektsteuerung, welche die Projekt-Management-Gesellschaft mbH Bau-Real-PMG (Kassel) seit Sommer 2023 besetzt hat. „Aktuell befinden wir uns sowohl, was den Umbau, als auch die Gestaltung der neuen Dauerausstellung und der öffentlichen Bereiche angeht, in der Entwurfsphase. Das ist die Zeit, in der die wichtigen Entscheidungen für das künftige Museum getroffen und alle maßgebenden Akteur*innen ins Boot geholt werden“, so Ahle-Rosental.
„Der Tod gehört zum Kreislauf des Lebens dazu. Umso wichtiger ist es, dass es in Kassel ein Museum gibt, das die Themen rund um den Tod aufgreift und vermittelt“, sagt Ulf Penker, Direktor der Sparda-Bank Kassel. „Für uns als Bank ist es ein Anliegen, diese wertvolle Vermittlungsarbeit zu unterstützen – schließlich gehören ja auch unsere Privatkunden zu den Besucher*innen des Museums, die von dessen Modernisierung profitieren werden“, führt Penker fort. „Das Museum für Sepulkralkultur ist kein Museum wie jedes andere“, sagt Claus Beller, Direktor Vertriebsregion West der Evangelischen Bank. „Vielmehr trägt es durch seine Beschäftigung mit dem Themenfeld des Sterbens dazu bei, die besondere Einzigartigkeit und Würde des menschlichen Lebens zu erkennen. Als werteorientierter Finanzpartner mit christlichen Wurzeln empfinden wir diese Ausrichtung des Museums als besonders unterstützenswert“, so Beller.
Die Dauerausstellung wird neu konzipiert
Die zentralen Aufgaben des Museums für Sepulkralkultur und des zugehörigen Zentralinstituts bestehen seit seiner Gründung 1992 darin, das kulturelle Erbe in den Bereichen des Bestattungs-, Friedhofs- und Denkmalwesens zu erforschen, zu fördern und zu vermitteln. Sie informieren die Öffentlichkeit über den gesellschaftlichen Konsens – aber auch über legitime Konflikte – zum Umgang mit Sterben, Tod und Trauer und veranschaulichen die damit verbundenen kulturhistorischen Hintergründe und Veränderungen.
Ein wesentlicher Fokus der Neukonzeption liegt auf der Dauerausstellung, die momentan gegenüber den wechselnden Sonderausstellungen zurücktritt. Die Dauerausstellung trägt maßgeblich dazu bei, der Öffentlichkeit Geschichte, Bedeutung und Entwicklung der Sepulkralkultur in Deutschland näher zu bringen. Die Neukonzeption hat zum Ziel, den Wandel und die Diversifizierung der Gesellschaft in der Konzeption der Dauerausstellung noch stärker zu berücksichtigen, wozu auch die Inklusion von Bürger*innen unterschiedlicher Herkunft und Weltanschauungen gehört. Bund, Land Hessen und Stadt Kassel erkennen diese wertvolle Arbeit und ihre nationale Bedeutung an und unterstützen die Neukonzeption durch finanzielle Förderung.
Nach aktuellem Stand wird das Museum im Jahr 2027 in neuem Gewand wiedereröffnet werden.
Anna Lischper