24. September 2025
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Eröffnung der Sonderausstellung Dazwischen 3.0

Was kostet der Tod?
Du, das Leben und die Endlichkeit

26. September 2025 – 15. März 2026
Eine Sonderausstellung im Museum für Sepulkralkultur

Eröffnung: 25. September 2025 | 19 Uhr | Museum für Sepulkralkultur, Kassel
Pressegespräch: 24. September 2025 | 11 Uhr

 Was trägst Du auf Deiner letzten Reise?
In welcher Gestalt stellst Du Dir den Tod vor?
Wer zahlt für die Letzten Dinge?
Was kostet eine Urne, ein Sarg, die ganze Bestattung?
Wie kann Dir bei diesen Fragen ein Museum weiterhelfen?
Und wie geht es überhaupt mit dem Umbau des Museums für Sepulkralkultur weiter?

Am Mittwoch, 25. September ab 19 Uhr, eröffnet mit der Frage „Was kostet der Tod?“ das dritte Update der Sonderausstellung dazwischen. Du, das Leben und die Endlichkeit

Seit über 30 Jahren widmet sich das Museum für Sepulkralkultur den Themen Sterben, Tod, Bestattung, Trauer und Gedenken. Zeitnah muss das Museum vorübergehend geschlossen werden, um umfassend kernsaniert und erweitert zu werden. Der Zweck dieser Maßnahmen ist die Rettung des Gebäudes in seiner Funktion als Museum. Dies erfordert zudem eine zeitgemäße Dauerausstellung. In der Zwischenzeit bis zur Neueröffnung lenkt das Museum mit der Ausstellungsreihe dazwischen. Du, das Leben und die Endlichkeit daher den Blick auf aktuelle Entwicklungen, Inhalte und Fragen.

Partizipatives Ausstellungskonzept bis zur Neueröffnung

Die Ausstellung öffnet einen Raum für die aktive Beteiligung der Besucher*innen: Sie können ihre Vorstellungen für das Museum der Zukunft teilen, ihre Perspektiven auf ihre eigene Endlichkeit einbringen und ihre Gefühle und Wünsche hinsichtlich Sterben, Tod, Trauern und Gedenken kreativ ausdrücken. Die Ausstellung setzt als Rahmen hierfür in jeder neuen Ausgabe neue Schwerpunkte: mal geht es um die Vorstellungen von Seele, mal um den Totentransport, mal um die Grabmalgestaltung. Immer begleitet von Beiträgen zeitgenössischer Künstler*innen, Designer*innen, von Trauernden, Glaubensgemeinschaften oder anderen Communities, die sich auf ihre je eigene Weise mit dem Tod beschäftigen. Dabei lernt das Museum von den Beiträgen der Besucher*innen und Kooperationspartner*innen und bewahrt die Ergebnisse jeder dazwischen für die Konzeption der neu entstehenden Dauerausstellung auf.

Im dritten Update und der insgesamt vierten Ausgabe der Ausstellungsreihe dazwischen begeben sich die Besucher*innen auf eine Zeitreise durch die Geschichte des Museums und erfahren mehr über den ab 2027 geplanten Umbau des Hauses. In Bezug auf die Neukonzeption der Dauerausstellung werden zudem Themen behandelt, für die dem Museum Impulse aus der Gesellschaft fehlen: Ein Raum der 3.0 beschäftigte sich etwa mit der Personifikation des Todes. Warum wollen wir ihm überhaupt eine Gestalt geben? Welche Vorstellungen gibt es hierzu? Frauen gebären neues Leben, sind sie auch als Personifikation des Todes präsent? Der Tod als unvermeidlicher Teil des Lebens und die vielfältigen Ideen von dessen Gestalt, Aufgaben, sogar seines Charakters sollen Besucher*innen zum Nachdenken und zum Erstellen eigener Personifikationen anregen.

Ein weiterer Themenkomplex ist die Frage Was kostet der Tod? Hier kann ein Einkaufszettel für die eigene Beerdigung ausgefüllt werden: Einfach Budget festlegen und los geht der Einkauf für Ihre Bestattung – mit einer Marge von einfach bis pompös. Im Sarg-, Urnen- und Grabmalshop, bei der Wahl des geeigneten und leistbaren Bestattungsortes, den nötigen (kostenpflichtigen) Formularen und den Details für die Feierlichkeiten finden die Besucher*innen sowohl hilfreiche Informationen, als auch das eine oder andere Unerwartete.

Innerhalb der Themeninsel zu den Kosten rund um den Tod werden die Aspekte Leichenkleidung und Leichentransport hervorgehoben. Wie sich die Leichenkleidung oder der Leichentransport historisch bis in die Gegenwart entwickelt hat, wissen wir und vermitteln dies gerne. Wie aber die Zukunft aussieht, hängt von den Wünschen und dem Engagement der Menschen unserer Gesellschaft ab, für die auch unsere Besucher*innen stehen. Muss also das Leichenhemd immer weiß sein? Und überhaupt ein Hemd? Und erfolgt der Totentransport immer im dunkel-unauffälligen Leichenwagen? Oder wünschen sich die Besucher*innen nicht vielmehr die gute alte Kutsche zurück, präferieren das Elektrofahrrad – oder gar die Zustelldrohne? Hier gibt es Raum, die eigene Leichenkleidung zu entwickeln oder in der Ausstellung zu zeigen und in einem kleinen Zukunftslabor über den Leichentransport von morgen nachzudenken.

Was kostet der Tod? fordert dazu auf, sich ganz unmittelbar mit dem eigenen Tod auseinanderzusetzen, inspiriert durch die kunst- und kulturgeschichtlichen Entwicklungen. Die Ausstellung wird begleitet von Vorträgen, Diskussionen, Lesungen und künstlerischen Interventionen – für Kinder wie für Erwachsene.
Bitte beachten Sie unser vielfältiges Veranstaltungsprogramm.

Die Ausstellung dazwischen 3.0 wird von der in Nordhessen ansässigen gewe LagerTec GmbH unterstützt und erhält so die Möglichkeit, trotz knappen Budgets ein exemplarisches Schaudepot zu integrieren, das sich fortan passend zu den jeweiligen Themen neu bestücken und gestalten lässt.

Über das Museum für Sepulkralkultur

Das Museum für Sepulkralkultur besteht als Kultureinrichtung von bundesweiter Bedeutung seit 1992. Als weltweit einzige, ausschließlich kulturellen und wissenschaftlichen Maßstäben verpflichtete Institution befasst es sich dem Tod in all seinen Facetten. Der Begriff „Sepulkralkultur“ leitet sich vom lateinischen „sepulcrum“ ab und bedeutet Grab, Grabstätte. Der Begriff umfasst alle Erscheinungsformen, die sich im Zusammenhang mit Sterben, Tod, Bestatten, Trauern und Gedenken entwickelt haben: Bestattungs- und Trauerriten und -bräuche, aber auch künstlerische Sichtweisen auf Sterben und Tod. Sterben, Bestatten, Trauern und Gedenken unterliegen seit zwei Jahrzehnten starken Veränderungen in der Praxis und ihrer öffentlichen Wahrnehmung. Um diese Prozesse zu erforschen, zu kontextualisieren und zu vermitteln, bietet das Museum besondere Möglichkeiten.

Informationen zum Besuch des Museums

Öffnungszeiten Di – So 10 bis 17 Uhr | Mi 10 – 20 Uhr
Eintritt 8/5 Euro

Jeden letzten Mittwoch im Monat lädt das Museum ab 17 Uhr zu einer Kurator*innenführung mit wechselnden Themen ein. An den übrigen Mittwochnachmittagen bieten wir um 17 Uhr öffentliche Führungen durch die aktuellen Ausstellungen an. Die Teilnahme an den Führungen ist kostenfrei, es fällt lediglich der Museumseintritt von 8/5 Euro an.

Pressematerial

Pressebilder und weitergehende Informationen zur Sonderausstellung „Was kostet der Tod?“ erhalten Sie hier.

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