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Galgen, Rad und Scheiterhaufen

Einblicke in Orte des Grauens

28. Januar - 28. Mai 2012

Galgen, Rad und Scheiterhaufen –Einblicke in Orte des Grauens.
Eine Ausstellung des Neanderthal-Museum Mettmann in Kooperation mit dem Museum für Sepulkralkultur

In seinem Jubiläumsjahr (1992-2012) widmet sich das Museum für Sepulkralkultur zunächst einer dunklen Seite der Menschheitsgeschichte und erinnert mit einer vorwiegend historischen Ausstellung daran, dass Folter und gewaltsamer Tod durch Hinrichtungen bis heute nicht ausgemerzt sind. Pranger, Rad, Richtschwert und Galgen verweisen auf ein schauriges Kapitel menschlicher Irrungen.

Wovon heute nur noch Flur- und Straßennamen zeugen – „Im Galgenfeld“, „Auf dem Richtsberg“ etc. -, das will die Ausstellung genauer unter die Lupe nehmen. Sie thematisiert die einstige topografische Lage von Richtstätten und gewährt mittels zahlreicher Exponate, darunter seinerzeit typische Strafutensilien (Fesseln, Schandmasken etc.) sowie Hinrichtungsbauten und -waffen (Galgen, Richtschwerter etc.), Einblicke in ein düsteres Kapitel des europäischen Rechtswesens.
Gezeigt werden außerdem archäologisch untersuchte Skelettreste, die Auskunft über die Straf- und Rechtspraxis früherer Zeiten geben und Einzelschicksale beleuchten. Mit dabei sind auch das mutmaßliche Skelett des bekannten Räuberhauptmannes „Schinderhannes“ und seines Kompagnons, des „Schwarzen Jonas“.

Ein regionaler Bezug zu Hessen und Kassel wird durch weitere Exponate und Kartenmaterial hergestellt. Zahlreichen Veranstaltungen wie Lesungen, Vorträge, Führungen und Stadt-Spaziergänge – unter anderem zu hiesigen „Orten des Grauens“ - begleiten die Ausstellung.

Zur Ausstellung erscheint ein Begleitbuch, Preis 14,90 Euro

Museum für Sepulkralkultur, „Unter den Flügeln des Phönix“


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